05.02.2008 – Ein Blick zum Lawinenlagebericht

Lawinengefahr höhenabhängigNach starkem Föhn mit Triebschneeverwehungen am Sonntag kam in der Nacht von Montag auf Dienstag eine Kaltfront, die aber nur etwa 5 cm Neuschnee bis hinab auf etwa 900 m brachte und schnell wieder weiter zog. Der LWD Tirol schreibt in seinem heutigen Lagebericht:

Gefahrenstellen teilweise durch lockere Schneeauflage schwer zu erkennen!
Beurteilung der Lawinengefahr
Die Lawinengefahr ist weiterhin höhenabhängig. Oberhalb etwa 1800m herrscht erhebliche Gefahr, darunter ist diese meist mäßig, vereinzelt auch gering. Unverändert bilden kürzlich oberhalb der Waldgrenze entstandene, mitunter sehr umfangreiche Triebschneeansammlungen die Hauptgefahr für den Wintersportler. Durch den neuerlichen Schneezuwachs, der häufig unter wenig Windeinfluss gefallen ist, wurden diese Gefahrenstellen überdeckt und sind somit auch für den erfahrenen Wintersportler meist schwer zu erkennen. Mit zunehmender Seehöhe nimmt die Störanfälligkeit dieser Triebschneepakete zu, welche im sehr steilen Gelände unverändert durch geringe Zusatzbelastung gestört werden können. In den inneralpinen Regionen sowie im südlichen Osttirol lässt sich die Schneedecke zudem häufig noch auf einem sehr lockeren Altschneefundament, speziell in den Expositionen NW über N bis O zwischen etwa 1800m und 2400m stören. Aus sehr steilen sonnenbeschienenen Hängen können heute kleinere Lockerschneelawinen abgehen. Günstiger ist die Situation in windgeschützten Bereichen.
Schneedeckenaufbau
Der Schneedeckenaufbau ist zumindest oberhalb der Waldgrenze durch massiven Windeinfluss der vergangenen Tage geprägt. Dadurch wurde der während der vergangenen Woche gefallenen Neuschnee umfangreich verfrachtet. Die Verbindung von Triebschnee mit der Altschneedecke ist unverändert schlecht: In steilen sonnenbeschienenen Hängen lagert dieser auf einem meist harten Schmelzharschdeckel, schattseitig auf einer dünnen, lockeren Schneeauflage, wobei die Verbindung von Triebschnee mit Altschnee mit zunehmender Seehöhe schlechter wird. Während in den schneereichen Regionen Tirols das Schneedeckenfundament meist stabil ist, dominiert in den inneralpinen Regionen sowie im südlichen Osttirol ein lockeres, unverändert störanfälliges Schwimmschneefundament.

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